45. Rosenthaler Herbst / Erntedankfest 2018, Freitag, 14. September bis Sonntag, 16. September 2018

1230-2018, 788 Jahre Rosenthal

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Zeitensprünge

 

Zeitensprünge Projekt:

Geschichte des Rosenthaler Herbstfestes von 1973 bis heute.
 

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Hans Moser

Hans-Moserwurde 1938 in Halle an der Saale geboren. Er lernte Fotograf und war später als Kameramann und Trickgestalter tätig. 1960 hatte es ihn nach Berlin verschlagen und seit 1969 ist sein Wohnort Rosenthal.

Herr Moser, der freiberufliche Kameramann wurde Anfang der 70ziger Jahre gefragt, ob er nicht in Rosenthal „Kultur“ machen könnte? Da überlegte er gemeinsam mit Karl Klinge und Karl Ackermann, wie sie wohl Rosenthal kulturell bereichern könnten und entschlossen sich, das „Rosenthaler Herbstfest“ in Anlehnung an das traditionelle Erntedankfest wieder aufleben zu lassen. So machten sie sich auf, Verbündete für ihr Vorhaben zu finden.  Alfred Claus mit seiner freiwilligen Rosenthaler Feuerwehr, die Gaststätten des Dorfes, der Bäckermeister, VEB Stadtgrün schlossen sich Ihnen an. Auch Frau Förster vom örtlichen Dorfkonsum war jedes Jahr dabei. Hinzu kamen jene Rosenthaler, die durch das Hämmern und Sägen auf dem Festplatz angelockt und die dann spontan mit zupackten. Von Fest zu Fest wurden es mehr Anwohner, die aufgrund der positiven Erinnerungen an das vergangene Fest wieder mitmachten. Zum Beispiel die bekannten Namen im Ort wie: Familie Bratvogel, Seeger, Katz, Schulze und viele Andere mehr ließen sich  für das neue Großereignis im Ort begeistern. Die Firma Lampe baute zu diesem Anlass unentgeltlich eine Festbühne, auf der z.B. die Tanzgruppe des VEB-Bergmann Borsig, Kinder aus dem örtlichen Kindergarten, Schüler aus der 21. Oberschule und andere Künstler die Rosenthaler erfreuten. Auch eine nur leicht bekleidete Schlangentänzerin war noch tagelang Gesprächsthema im Ort. An neuen Ideen für ein immer bunteres und vielseitigeres Fest fehlte es nicht. So ließ man in den nachfolgenden Jahren zur Eröffnung des Festes Sporttauben  von ortsansässigen Taubenzüchtern fliegen. Ein Radrennen wurde organisiert, ein altes Holzklohäuschen wurde von der freiwilligen Feuerwehr zum üben gelöscht und wer sich für Hähne, Hennen und Stallhasen interessierte, konnte diese bei einer Tierschau bewundern. Nachdem das Fest zu Ende war und alle Wurst- und Brezel Stände von der Wiese verschwunden und die Musik und verklungen war,  „Dann spürten wir die tiefe Wirkung dieser Tage“, so Hans Moser. „Nach dem ersten Herbstfest 1973 kamen zum Beispiel Bürger zu mir, die anboten uns beim nächsten Fest unterstützen zu wollen. Auch das Klima im Ort veränderte sich. Wir begegneten einander freundlicher, verständnisvoller und erkannten z.B. bei den  Gesprächen auf dem Fest gemeinsame Interessen. Es hat mir Spaß gemacht, dieses Vorhaben „Rosenthaler Herbst“ anzuregen und bei seiner Verwirklichung meine ganze Kraft einzusetzen, immer unterstützt durch die unentbehrliche Hilfe meiner Frau Christel. Ich fühlte mich wohl in Rosenthal, das ich von Jahr zu Jahr mehr als eine Gemeinschaft empfand. Ich habe hier meinen Platz, meine Aufgabe, meine Erfolge und daran Freude.“